kath. Kirchengemeinde
Anna Katharina

Am Tüskenbach 18
48653 Coesfeld

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  Anna Katharina-Kirche     (ehemalige) St. Ludgerus-Kirche     Herz Jesu-Kirche     St. Joseph-Kirche    

 

weitere Gottesdienstorte sind das St. Laurentius-Stift sowie die Marienburg.

 

Lageplan der Kirchen der Anna-Katharina-Gemeinde

 

 

Kirche Anna Katharina - Am Tüskenbach 18 - 48653 Coesfeld

Die Kirche Anna Katharina ist im Jahr 2011 umgestaltet worden. Sie ist die Pfarrkirche unserer Gemeinde. Die Texte werden in Kürze aktualisiert.

 

Laurentiuskirche.jpgDie bauliche Entwicklung der Stadt Coesfeld hatte besonders nach der furchtbaren  Zerstörung der Altstadt im südwestlichen Randgebiet zu beiden Seiten der Rekener Strasse eine ganz neue Siedlung entstehen lassen. Der Bischof von Münster, Dr. Michael Keller, hatte für dieses neue Stadtgebiet eine eigene Kirche als für eine zeitgemäße Seelsorge dringend notwendig erachtet.

Am 01. Juni 1949 fiel auf einer Sitzung in der Marienburg die Entscheidung, dass beide Coesfelder Pfarrgemeinden abpfarren müssten. Die Bahn wurde als neue Grenze zwischen den alten und den neuen Pfarreien, die Berkel als Trennungslinie für die nun zu errichtende Rektorate anerkannt. Sehr schnell war man sich darin einig, dass der zweite Pfarrpatron von St. Jakobi, der hl. Laurentius, Patron der neuen Gemeinde werden sollte. Das Baugeschäft Th.& C. Wolters Coesfeld, bekam den Auftrag für den Neubau mit der Auflage, die Arbeit in Selbsthilfe weitgehend mit aufzunehmen. Am 11. Juli 1951 wurde der erste Spatenstich zum neuen Gotteshaus durch Dechant Klein-Heßling getan. Schon am 12. August 1951 fand die feierliche Grundsteinlegung durch Abt Dr. Pius Buddenborg von Gerleve statt.Schon am Sonntag, dem 21. Oktober 1951 konnte das Richtfest gefeiert werden. Weit mehr als 1000 Gläubige hatten sich im Innenraum der Kirche versammelt, an dem der Richtkranz errichtet wurde, nachdem Dechant Klein-Heßling den letzten Dachsparren aufgenagelt hatte. Der inzwischen ins Leben gerufene Laurentius-Kirchenchor sang unter der Leitung von Lehrer Rüter.

Durch die beispielhafte Mitarbeit so vieler freiwilliger Helfer wurde es möglich, dass nach etwa fünf Monaten Bauzeit die Laurentiuskirche durch Herrn Domkapitular Cantauw am 4. Adventssonntag dem 23. Dezember 1951, eingesegnet werden konnte. Die Gemeinde konnte ihr ersten Weihnachtsfest in ihrer neuen Kirche feiern. Bänke gab es noch keine. Wer mochte, bracht seinen eigenen Stuhl mit.

 

Doch eine Kirche ist nie fertig, jede Generation muss an ihr arbeiten, sie neu gestalten und renovieren. So sei hier nur erinnert an die neue Orgel oder die neuen Lampen, die heute zur Bereicherung der Liturgie in St. Laurentius beitragen. Die Laurentianer haben sich ihre Kirche erbaut, möge sie weiterhin ein Zeichen lebendigen Glaubens auch in der neuen Anna-Katharina Gemeinde sein.

 

Beim der Gründungsmesse der neuen Anna-Katharina-Gemeinde am 9. Januar 2005, dem Fest Taufe des Herrn, wurden Religuien der seligen Anna-Katharina Emmerick im Altar beigesetzt. So ist die Gemeinde in besonderer Weise beim Gottesdienst mit ihr verbunden. Anna-Katharina, die in Flamschen aufwuchs und ist nun die Patronin ihres Geburtsortes. Viele in Coesfeld sind mit ihr verwandt, biologisch, aber auch geistig. So haben die Menschen in Coesfeld einen Menschen aus ihrer Mitte, so zu sagen ihre "Tante im Himmel".

 

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Die St. Ludgerus-Kirche an der Loburger Strasse wurde am 20.11.2011 profaniert und später abgerissen. Einen Eindruck erhalten Sie hier.

 

Ludgeruskirche.jpgDer erste Spatenstich zur St. Ludgerus-Kirche erfolgte 1950. Doch es dauerte über zwei Jahre bis die Kirche mit einem kleinem Anbau fertig gestellt werden konnte. Es bestanden erhebliche finanzielle Engpässe und auch Uneinigkeit über Gestalt und Größe des Kirchenraumes. Nach dem Entschluss statt einer Notkirche gleich eine endgültige Kirche zu bauen, konnte die rotgeklinkerte Ludgerus-Kirche an der Loburger Strasse am 1. Mai 1952 durch Weihbischof Heinrich Roleff geweiht werden.

 

Der massige Turm beherbergt drei Glocken, von denen die kleinste aus dem Jahr 1984 stammt.

 

Die Grundarchitektur des liturgischen Raumes entspricht dem Weg des Christen. Man betritt die Kirche durch eine Art Vorraum (Vorbereitungszeit auf die Sakramente), geht am Taufbecken vorbei (die Taufe als erstes Sakrament des Christen, das die Tür zur Kirche öffnet) und gelangt durch einen Gang zum recht hohen Altarbereich, in dem die Eucharistie gefeiert wird, das Sakrament der innigen Gemeinschaft mit Gott (Ziel des menschlichen Lebens).

 

 

 

 

ludgeruskirche_fenster1.jpgIn der Laurentius-Kirche am Tüskenbach ist das gleiche Raumkonzept spiegelbildlich und in größeren Dimensionen zu finden.

 

In der vorgesehenen Krypta der Ludgerus-Kirche befand sich von Anfang an die katholische öffentliche Bücherei.

 

Die Ausstattung des Kirchenraumes ist eher schlicht. Dadurch wird die Aufmerksamkeit jedoch auf die wenigen gestalteten Orte gelenkt: Taufstelle, Altar, Tabernakel, Vorstehersitz, Osterleuchter, Kreuz und Marienstatur.

 

Die Fenster der Kirche sind um 1970 eingefügt worden und haben abstrakte Motive, die an Feuerzungen, Wege, Jahreszeiten oder Pflanzen erinnern. Die seitlichen Chorfenster rechts neben dem Altar sind nach Osten ausgerichtet und in den Farben gelb und braun gehalten. So wird der Altarraum am Vormittag (bei Sonnenschein) in ein warmes Licht getaucht.

 

Die bronzene Muttergottesstatue ist von der Künstlerin Schürk-Frisch gestaltet. Sitzend stellt ludgeruskirche_maria1.jpgMaria den Menschen ihren Sohn Jesus Christus vor und schaut zugleich mit fast fragendem Blick die Menschen an, die zu ihm kommen. Jesus Christus, als kleines Kind dargestellt, erhebt die Arme gleich einem Beter. Man könnte aber ebenso meinen, er würde sich über jeden einzelnen Besucher der Kirche über alle Maßen freuen. Eine farbige Version dieser Statue befindet sich in der St. Ida Kirche in Münster.

 

Die Kirche verfügt seit 1958 über eine großzüge Orgel (26 Register mit Schwellwerk) der Firma Stockmann.

 

Vom 1.12.1954 an war die Ludgerus-Kirche für 50 Jahre Pfarrkirche der Kirchengemeinde St. Ludgerus. Seit dem 1.1.2005 ist sie Filialkirche der neu gegründeten Anna-Katharina-Gemeinde. Am 20.11.2011 wurde sie durch Generavikar Prälat Norbert Kleybold provaniert und entwittmet. Die Gemeinde hat sich in einem Gottesdienst von diesem Ort verabschiedet und die liturgischen Gegenstände sowie das Allerheiligste in einer Prozssion in die neue Pfarrkirche getragen. Auch das Taufbecken, der Korpus des Kreuzes und vieles mehr findet sich in der neuen Pfarrkirche wieder. Der Altar der St. Ludgerus Kirche wurde zur Sakramentstele umgearbeitet, auf die der Tabernakel der St. Laurentius Kirche aufgebracht wurde.

 

 

 

 

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Herz Jesu Goxel – ein langer Weg

 

kirche_Goxel.jpgBis zum Bau der Herz-Jesu-Kirche, die in das schöne Wohngebiet Goxel eingebettet ist, war ein langer Weg zu gehen. Wahrscheinlich erhitzte keine Diskussion die Gemüter in Goxel so stark, wie die Frage nach dem Ort der Goxeler Kirche. Menschen aus Siedlung und Bauernschaft wollte gleichermaßen der Gottesdienstort erreichen.

 

Am Anfang der herz-Jesu-Kirche stand ein Bauernhof. Auf dem Hof von Heinrich Wilmer begingen die bewohner der Goxeler Bauernschaft die Heilige Messe.

 

 

Damals hatte das Wohngebiet nicht annähernd die Ausmaße von heute. Zu dieser Zeit war die Gemeinde noch sehr klein und man sah zunächst keinen Grund für einen Kirchneubau. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Gottesdienstbesucher das Bedürfnis hatten, eine eigene Kapelle für ihre sonntäglichen Zusammenkünfte im Namen Gottes zu haben. So wurde kurzer Hand ein Ausschuss für den Bau einer eigenen Kirche zusammengerufen nud eine Kirchbauverein gegründet. Dieser erbrachte das Ergebnis, eine von den Besatzungsmächten zurückgelassene Baracke zu einem Gotteshaus umzufunktionieren. Mit vereinten Kräften entstand so die erste, eigene Goxeler Kapelle auf der Wiese von Bauer Steinkamp, die in der Bauerschaft liegt.

 

Am 1. Januar 1949 kam es zum Patrozinium Herz-Jesu und zur Gründung des zum Pfarr-Rektorates. nach dem Gottesdienstort in der Barackenkapelle wurde ein Friedhof eingerichtet.

 

Die 1960er sollten für die Gemeinde Herz-Jesu Jahre des Auseinanderlebens und Zusammenfindens bringens. Mittlerweile hatte sich die Bauerschaft aus einer Anhäufung von Bauernhöfen zu einem richtigen Wohngebiet gemausert, die Zahl der Gottesdienstbesucher stieg, die Kirche wurde zu klein. Dies forderte nach einer Lösung für das Problem, das sowohl die Bauerschaft Goxel als auch die Siedlung einen Kirchenraum für sich reklamierten.

 

Ein Platz, auf der Wiese von Bauer Steinkamp am Ende des Dülmener Wegs, schien vorerst beide Seiten auf einen Nenner zu bringen. Doch die Gemeindeverwaltung des Coesfelder Kirchspiels, dem damaligen Verwaltungszusammenschluss der Coesfelder Bauernschaften, gab der Diskussion eine neue Wendung. Diese vertrat die Auffassung, für die weitere Entwicklung des Wohngebiets sei die Eröffnung eines Kindergartens von großer Wichtigkeit. Mit der Errichtung des Kindergartens wurde die Nähe zu einer Kirche verknüpft. Dieser Meinung schloss sich auch der damalige Generalvikar Lettmann an. Mit der Gemeinde- und der Bistumsverwaltung im Rücken konnte sich letztlich die Siedlung mit ihrem Kirchenvorhaben durchsetzen. Seitdem ist die Herz-Jesu-Kirche der zentrale Ort des Gemeindelebens, mit dem Pfarrheim, dem kleinen Pfarrhaus und dem angrenzenden Wald, der schon vielen Jugendlichen die Gruppenstunden verschönerte.

 

Der Kirchenraum von Herz-Jesu ist ein Unikat und eine liturgische Herausforderung. Der Altarraum ist an eine seitliche Längswand verlagert. Der so entstandene breite, aber nur wenige tiefe Raum, bietet die Möglichkeit, dass sich die Gemeinde vor und um den Altar versammelt.

 

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Die St. Josephs-Kirche in Stevede

 

Stevede.jpgDas eigene Gotteshaus war über die Jahrhunderte hinweg Symbol der Eigenständigkeit der Steveder. Bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es ernsthafte Bestrebungen, vor Ort eine eigene Kapelle bauen zu dürfen, um den Weg nach St. Jakobi und St. Lamberti in Coesfeld nicht mehr gehen zu müssen. Nach zähem Ringen sollte dieser Traum jedoch erst 150 Jahre später tatsächlich in Erfüllung gehen.

 

1898 erfolgte die bischöfliche Genehmigung unter dem Vorbehalt, dass die Steveder selbst für Bau- und Instandhaltungskosten aufkommen müssten. Eine Herausforderung, die die Steveder als Gemeinschaft zusammenschweißte. Mit einem hohen Spendenaufkommen, viel handwerklicher Eigenleistung und vor allem mit zukunfts-weisenden Stiftungen (Grundstücke, Pfarrhaus und später auch der Friedhof) machte die kleine Landgemeinschaft mit einem Herkulesakt ihren Traum wahr. Am 7. Mai 1901 wurde die ein halbes Jahr zuvor fertig gestellte St.Josephs-Kapelle eingesegnet. Mit großer, jahreüberdauernder Beharrlichkeit wurden die Schritte auf dem Weg zur Eigenständigkeit gesetzt. Der erste eigene Priester (1925: Rektor August Schulte), ein Friedhof (1925), das eigene dreiteilige Glockengeläut (1947), Kirchweihe (1950), vermögens-rechtliche Selbständigkeit (1955), Kirchturmanbau (1964), Pfarrheimeinweihung (1991). Am 20.10.1990 schließlich wurde St. Joseph unter Pastor Ludger Frerichmann zur selbständigen Pfarre erhoben.

 

Nach dessen plötzlichem Tod im Frühjahr 1991 mussten die Steveder hingegen neue Kirchen-Wege einschlagen. Im selben Jahr noch folgte die Integrierung in eine Seelsorgeeinheit mit St. Laurentius und Herz-Jesu Goxel unter Gesamtleitung von Pastor Johannes Hammans. Bis zur Pfarreienfusion blieb die Gemeinde St. Joseph jedoch formal eigenständig. Ihren Behauptungswillen bewiesen die Steveder aber auch in dieser neuen Situation. Zum Kirchbaujubiläum im Jahr 2000 konnten die Steveder nochmals eine umfassende Renovierung ihrer Pfarrkirche erreichen. Wie bei ungezählten Gelegenheiten zuvor war auch hier die finanzielle Opferbereitschaft der Steveder gefragt. Aber ähnlich wie in den Tagen des Kirchbaus zog man an einem Strang und nach wenigen Monaten war das Geld aufgebracht: Die Voraussetzung für den Glanz, in dem die St. Joseph Kirche heute erstrahlt. Keine Frage, für die stolzen Steveder steht unumstößlich fest: „Unsere Kirche ist die schönste in der Anna-Katharina-Gemeinde!“

 

 

 

 

 

 

 

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Lageplan der Kirche in der Anna-Katharina-Gemeinde

 

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